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UNSERE GESCHICHTE

Seit langem ist die Situation der Hebammen nicht rosig - dementsprechend herrscht Unzufriedenheit bei den Kolleginnen, egal wie und wo sie arbeiten.

Dennoch vertrauten die Hebammen lange Zeit darauf, dass die Berufsverbände, die Krankenkassen und nicht zuletzt die Politiker*innen sich für ihre Belange einsetzen.

In den letzten Jahren liefen die Verhandlungen über höhere Gebühren für die freiberufliche Hebammentätigkeit nach immer dem gleichen Muster ab: Forderungen der Berufsverbände - Angebote der Krankenkassen - Einigung durch eine so genannte Schiedsstelle.

Im Herbst 2015 fällte die Schiedsstelle eine für die Hausgeburtshebammen inakzeptable Entscheidung: die Gebühr für eine außerklinische Geburt wurde zwar spürbar erhöht, doch diese Erhöhung wurde an einschneidende Bedingungen geknüpft.

Dies brachte das Fass zum Überlaufen! Eine Berliner Hebamme formulierte ihre Wut in einem offenen Brief an den Berufsverband. Als dieser nur halbherzig reagierte, wurde einigen Hebammen klar, dass nun die Zeit der Eigeninitiative gekommen war.

Zu einem ersten Treffen kamen rund 50 Hebammen aus allen Teilen Berlins. An diesem Abend wurde schnell deutlich, was den Hebammen wichtig ist:

Kritisch sein, gar rebellisch, für die Basis sprechen und ihr Gehör verschaffen.

Die Midwife Rebels waren geboren!

 

Erste Schritte​

Trotz aller Kritik an den Berufsverbänden, allen voran am mitgliederstärksten Deutschen Hebammenverband (DHV) war den um die Midwife Rebels versammelten Hebammen klar, dass sie ihre Kritik genau dort anbringen wollen, denn 19 000 der geschätzten 22 000 Hebammen in Deutschland sind Mitglied im DHV. Es fügte sich, dass der alljährliche „Parteitag“ des DHV, die Bundesdelegiertentagung (BDT), nur wenige Wochen nach der Gründung der Midwife Rebels, im November 2015 zusammenkam. Mit dem Vorsatz, rebellisch zu sein, wurden auf der BDT eine Stellungnahme verlesen und einige Anträge eingebracht. Auch wenn diese keine Mehrheit bekamen, so war es doch ein erster Schritt, der Basis eine Stimme zu geben.

 

Gesicht zeigen

Seit diesem ersten Auftritt planen die Midwife Rebels immer wieder Aktionen , die die Missstände in der Öffentlichkeit anprangern und zu Solidarität aufrufen.

Wir wollen laut und unbequem sein und Gesicht zeigen!

 

"Lass dich nicht unterkriegen,

sei frech und wild
und wunderbar.”

Astrid Lindgren in Pippi Langstrumpf